Forscher haben herausgefunden
Mädchen sind nicht friedlicher als Jungs. Sie kämpfen lediglich mit anderen Waffen. Das Fachjournal Animal Behaviour berichtet von einer Studie mit 87 Vierjährigen in den USA. Die Wissenschaftler teilten die Kinder jeweils in Gruppen mit drei Jungs oder drei Mädchen. Dann sollten sie um Tierpuppe streiten. Die Jungen wählten die direkte Konfrontation und nahmen den Konkurrenten die Puppe mit Gewalt weg. Die Mädchen gingen subtiler vor, etwa mit sozialer Ausgrenzung. Zum Beispiel flüsterten sie zu zweit hinter dem Rücken derjenigen, die gerade die Puppe hatte oder versteckten das begehrte Spielzeug. Studienleiterin Joyce Benenson vom Bostoner Emmanuel-College bezeichnet das weibliche Vorgehen als “sozial aggressive” Taktik. Dies könne möglicherweise erklären, warum Mädchen in Freundschaften mit Geschlechtsgenossinen einfersüchtiger sind als Jungs. Dies könnte der Versuch sein, sich vor ausgrenzenden Koalitionen zu schützen.