Seltsame Sitten

* Während der Zeit des Biedermeiers in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, empfahl man der schicklichen Frau, vor einem Bad Sägespäne in Wanne zu geben. So sollte sich die badende Dame den Anblick der eigenen entblößten Brüste und des eigenen Schamhaars ersparen.

* In Europa war vom späten Mittelalter an ein Nachthemd mit so genanntem Beischlaf-Schlitz recht verbreitet. Mit dem Kleidungsstück wurde sichergestellt, dass sich die Eheleute auch beim Sex nicht nackt zeigen mussten.

* Die alten Griechen bestritten ihre Wettkämpfe zwar nackt, schamlos waren sie dabei aber nicht. Die Männer legten stets Wert darauf, dass ihre Eichel von der Vorhaut bedeckt war. Damit diese während der sportlichen Wettkämpfe nicht zurück rutschte, banden die Atheten ihre über die Eichel gezogene Vorhaut mit einer Schnur zusammen. Das Ergebnis sah aus wie ein Wurstzipfel.

* Beim australischen Volk der Pitjantara rieben sich die Männer vor Kämpfen gegenseitig die Penisse bis zur Erektion.

* Im 16. Jahrhundert war es in Europa Mode, dass sich die Männer mit Schamkapsel und Braguette schmückten. Die Schamkapsel war eine bis zu Kindskopf große ausgestopfte Halbkugel, die unter einer engen Hose beziehunsgweise Strumpfhose getragen wurde. So wurde ein praller Hodensack vorgetäuscht. Die Braguette trug man ebenfalls unter der Hose. Sie hinterließ die Illusion einer stattlichen Erektion.

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